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Schulpsychologische Beratung von Eltern

Schulpsychologische Beratung von Eltern findet häufig im Zusammenhang mit der Beratung von Schülern statt. Zur Klärung der Problemlagen sowie beim Entwickeln und Ausprobieren von Lösungsmöglichkeiten ist es wichtig, das Verständnis der Eltern zu wecken und ihre Unterstützung zu erreichen. Psychologische Arbeit mit Eltern hat das Ziel, das Erziehungsverhalten zu reflektieren, Konflikte abzubauen und die soziale Kompetenz zu erhöhen. Zum anderen findet Beratung von Eltern als Unterstützung der Elternarbeit an den Schulen statt. Das kann in Form von Vorträgen zu pädagogisch-psychologischen Themen auf Elternabenden geschehen; Ziel ist die Erweiterung der Sachkompetenz der Eltern als Erzieher. Die Unterstützung der Elternarbeit kann auch darin bestehen, Anregungen zur Gestaltung von Elternabenden zu geben oder zum Lösen von innerschulischen Konflikten beizutragen; Ziel ist die Erweiterung der Sozial-Kompetenz der Eltern als Mitgestalter von Schulkultur.

Schulpsychologische Beratung ist nicht nur am Einzelfall orientiert, also reaktiv - abhelfend, nachdem ein Problem bereits manifest geworden ist, sondern sieht vielmehr in der Vorbeugung, der präventiven Arbeit das Hauptziel der Anwendung psychologischen Wissens für die Schule. Schulpsychologische Beratung für Lehrer gibt es in folgenden Formen:

  1. allgemeine Lehrerfortbildung (regional und überregional)
  2. schulinterne Lehrerfortbildung (Pädagogische Tage, Training, themenbezogene Angebote)
  3. individuelle Beratung und Supervision

Inhaltlich geht es in der Mehrzahl der Anfragen um Themen, die zur Bewältigung des Schulalltags direkt beitragen: Dies betrifft einmal Unterstützung für den direkten Umgang mit Schülern und deren Eltern:

  • Hilfen bei Verhaltensauffälligkeiten, Gewalt, Vandalismus
  • Gespräche mit Eltern und Schülern
  • Neue Lerntechniken
  • Lernförderung

Zum anderen werden Hilfen angefragt, die die Kooperation im Arbeitsfeld Schule betreffen:

  • Kommunikation und Kooperation unter Lehrern
  • Kommunikation mit der Schulleitung
  • Konfliktbewältigung, Konsens in Disziplinfragen
  • Selbstmanagement bei Stress
  • Entspannung und Konzentration

Auf dem Weg zu einer "guten Schule"
Die Kollegen werden in kleinen Gruppen betreut. Durch die Moderation des Schulpsychologen werden Änderungen der Einstellung und des Verhaltens möglich. Hierbei gilt es, die Balance zu halten zwischen den Bedürfnissen des Einzelnen, den Anforderungen des sozialen Systems Schule und den damit verknüpften Rollenvorgaben. Der Schulpsychologe erschließt die persönlichen Ressourcen und ermutigt zu einem flexiblen Umgang mit den sich verändernden Lebenswelten. Themen der individuellen Beratung von Lehrern können sein:

  • Unterrichtsgestaltung (Erziehungsstil,Lehrer-Schüler-Interaktion, Klassenklima, Konfliktquellen),
  • Lehrerverhalten (Erweiterung des Handlungsrepertoires, Umgang mit Gruppen),
  • Konfliktlösung (Strategien für den Umgang mit Schülern, Eltern, Kollegen und Schulverwaltung),
  • Berufszufriedenheit (Umgang mit Stress, Zeitmanagement, Rollenkonflikte).

Ziel der Individualberatung ist es, Lehrer hinsichtlich ihrer Sach-, Ich- und Sozialkompetenz zu stärken.